Riester Rente 2016: Aktuelle Zahlen zeigen Rückgang

Das Wachstum bei der staatlich geförderten Riester Rente ist im letzten Jahr fast vollständig auf null gesunken. Zwar konnten die Bausparkassen und die Fondsanbieter die Zahl ihrer Riesterkunden erhöhen, doch die Banken und Versicherungen gehören eindeutig zu den Verlierern. Sie haben weiterhin Verluste im Bestand zu vermelden. Das geht aus der neuesten Statistik des Arbeitsministeriums hervor.

Kaum noch Wachstum bei Riester Rente

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Riesterverträge um etwa 53.000 aus jetzt rund 16,5 Millionen an. Das geht aus den Daten hervor, die am 30. März vom BMAS – dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales – bekanntgegeben wurden. Der Anteil der ruhenden Verträge wird mit rund 20 Prozent angegeben, er wird allerdings lediglich geschätzt. Der Anstieg beträgt nur noch 0,3 Prozent. Noch im Jahr 2015 lag der Zuwachs bei 1,2 Prozent und war damit um ein Vielfaches höher als 2016. Bei den Durchführungswegen war wie im Jahr 2015 eine ähnliche Entwicklung festzustellen. Die Versicherer haben ebenso wie die Banken an Zuspruch verloren. Die Investmentgesellschaften und die Bausparkassen haben dagegen an Nachfrage gewonnen.

Bei den Versicherungspolicen war ein Rückgang um 93.000 auf knapp 11 Millionen Verträge festzustellen. Der Marktanteil hat sich damit auf rund 66 Prozent verringert. Bei den Banksparplänen betrug der Rückgang 28.000 Verträge, das entspricht einer Reduktion um 4,7 Prozent. Bei den Investmentfonds ergab sich ein anderes Bild. Der Zuwachs lag bei 49.000 Verträgen, das entsprach einer Steigerung des Marktanteils von 0,2 Prozent auf nun 19,2 Prozent. Die Zahl der Wohnriesterverträge ist um 27.000 gestiegen, was einem Zuwachs von 10 Prozent entsprach. Noch im Jahr 2015 waren die Werte für die Fondssparpläne und die Wohnriesterverträge deutlich niedriger. Welche Riester Renten mit Fondssparplänen empfohlen werden können, erfährt man auf https://www.testsieger-berichte.de/riester-rente-test/

Erste Verbesserungen sind geplant

In diesem Zusammenhang hat das BMAS eine Analyse durchgeführt, in der die Arbeitnehmer befragt wurden, ob sie einen Riestervertrag abgeschlossen haben. 35 Prozent der Teilnehmer bejahten diese Frage. Je nach Alter, Geschlecht, Einkommen und Region waren deutliche Unterschiede bei der Verbreitung festzustellen. In Zukunft sollen die Sparer noch mehr unterstützt werden. Die jährliche Zulage wird um 11 Euro auf 165 Euro angehoben. Der Sonderausgabenabzug erhöht sich um 150 Euro auf dann 2.250 Euro. Geplant ist außerdem eine Erweiterung der Informationsvorschriften, wenn Riesterverträge abgeschlossen werden. Das vorgeschriebene Produktinformationsblatt soll in Zukunft für mehr Transparenz sorgen. Versicherte sollen dadurch die Chance haben, Anbieter und ihre Tarife besser vergleichen zu können. Damit soll das Riesterprodukt insgesamt verständlicher für den Laien werden. Fachleute versprechen sich davon einen Anstieg der Nachfrage nach der geförderten Altersvorsorge. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen wirklich den gewünschten Erfolg bringen. Spätestens nach der nächsten Wahl wird auch klar sein, ob es die Riester Rente in Zukunft überhaupt noch gibt oder ob es aus der Politik heraus zu einer erheblichen Veränderung des Förderprodukts kommt. Im Augenblick zeichnen sich eher überschaubare Neuerungen ab, die zwar für die Versicherten von Vorteil sind, die aber wohl nicht zu einer nachhaltigen Steigerung der Nachfrage nach der Förderrente führen dürften.

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