Rechtsschutz: Diese Bereiche sind ausgenommen

Mit einer Privat-, Arbeits-, Verkehrs- und Mietrechtsschutzversicherung sollten Arbeitnehmer umfassend gegen die Kosten aus juristischen Streitigkeiten abgesichert sein. Davon gehen die meisten Versicherten aus. Doch Verbraucherschützer warnen immer wieder davor, von einer allzu großzügigen Absicherung auszugehen. Es gibt nämlich eine Reihe von Rechtsangelegenheiten, die in einer Rechtsschutzversicherung nicht vorgesehen sind und deren Kosten nicht abgedeckt sind. Dazu gehören unter anderem Streitigkeiten, die beispielsweise aus dem Scheidungs- oder Baurecht stammen.

Ein wichtiger Schutz mit Lücken

Wenn sich ein Verbraucher zum ersten Mal mit der Notwendigkeit einer Rechtsschutzversicherung beschäftigt, hört er üblicherweise, dass die Bereiche Privat-, Arbeits-, Verkehrs- und Mietrechtsschutz für jedermann elementar wichtig sind. Für den durchschnittlichen Privatkunden ist das sicher zutreffend. Er benötigt je nach gegebenem Fall  eine Absicherung für den Wohn- oder privaten Bereich, wenn es um Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn geht. Vielleicht möchte man sich auch gegen seinen Vermieter durchsetzen oder einen drohenden Streit mit dem Arbeitnehmer ausfechten können. Der Versicherungsschutz ist dann besonders notwendig, wenn man eine Familie hat, denn der Ehepartner und die Kinder können natürlich ebenfalls in Prozesse verstrickt werden oder diese sogar auslösen. Für den Verbraucher mag ein so gestalteter Rechtsschutz unter den genannten Voraussetzungen also durchaus ausreichend sein. Doch schon bei einem Selbständigen sieht das anders aus, er benötigt einen andersartigen Rechtsschutz. Und auch ein älterer Mensch, der nicht mehr arbeitet und nicht mehr Auto fährt, braucht nicht unbedingt einen Arbeits- oder Verkehrsrechtsschutz. Letztlich muss man den Rechtsschutz also immer an den individuellen Bedarf anpassen. Außerdem muss jeder Verbraucher wissen, dass bestimmte Rechtsschutzbereiche in jeder Rechtsschutzversicherung ausgenommen sind. Welche das genau sind, erfährt man auf https://www.rechtsschutzversicherungen-testsieger.de/

Auf diesen Schutz muss der Verbraucher verzichten

In der Regel gibt es bei Geldstrafen oder Geldbußen keine Absicherung durch die Rechtsschutzversicherung. Auch bei vorsätzlich begangenen Taten greift der Rechtsschutz nicht, hier ist allein der Verursacher verantwortlich. Bestimmte Verfahrensarten wie das Verfassungsgericht und die Befassung der internationalen Gerichtshöfe ist ebenfalls vom Rechtsschutz ausgenommen. Ein ganz wichtiger Leistungsausschluss besteht für Versicherungsfälle, die sich bereits vor dem Versicherungsbeginn abgezeichnet haben. Hier müssen Versicherte nicht selten Auseinandersetzungen mit dem Versicherer führen, weil dieser eine Übernahme der Kosten verweigert. Und schließlich kann die Gesellschaft den Versicherungsschutz verweigern, wenn zwischen dem Versicherungsbeginn und dem Entstehen der Streitigkeit nicht eine Wartezeit von drei Monaten liegt. Die vielleicht größte Ausnahme liegt allerdings im Scheidungs- und Baurecht, diese sind nur begrenzt versicherbar.

Kein Rechtsschutz im Scheidungs- und Baurecht

Die meisten Rechtsschutzversicherer erklären in ihren Versicherungsbedingungen, dass das Scheidungs- und das Baurecht vom Versicherungsschutz ausgenommen sind. Das liegt vorrangig daran, dass der Rechtsschutz oft als Familienversicherung bei einem Versicherer abgeschlossen ist. Er hätte dann die Kosten des Verfahrens für beide Partner zu tragen und müsste damit zwei Rechtsanwälte bezahlen. Im Baurecht kann man die Verfahrenskosten oft nicht vernünftig kalkulieren, sie können je nach Streitwert enorm hoch sein. Vor diesem Hintergrund sehen die meisten Versicherer einen Leistungsausschluss vor. Als Versicherter muss man diese Einschränkungen kennen, wenn man einen Rechtsstreit anstrengt, denn sie bedeuten, dass man die Anwalts- und Gerichtskosten selbst zahlen muss.

No Response

Leave a reply "Rechtsschutz: Diese Bereiche sind ausgenommen"

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.